Alfred Hajos

Alfred Hajos

Alfred Hajos
erster ungarischer Olympiasieger; Freistilschwimmer, Fußballspieler, Architekt

Alfréd Hajós erwarb sein Diplom an der Technischen Universität und arbeitete im Architektenbüro des Ignác Alpár und später gemeinsam mit Ödön Lechner. Als Sportler war er ein hervorragender Schwimmer, Athlet, Turner und auch Fußballspieler. Von der Sportpresse erhielt er den Beinamen „der ungarische Delfin”. Bei den I. Olympischen Sommerspielen 1896 in Athen gewann er im Freistil sowohl über 100 m (mit einer Zeit von 1:22.2; im Wasser startend) als auch über 1200 m (18:22; vom Schiff zum Ufer schwimmend). Im Jahre 1904 zog er sich endgültig vom aktiven Sport zurück. Bei den geistigen Bewerben der Olympischen Spiele 1924 in Paris errang er für seine Entwürfe eines Stadions (gemeinsam mit Dezső Lauber) die Silbermedallie. Seine Bronzebüste befindet sich in dem nach ihm benannten Nationalen Schwimmstadion.

Alfréd Hajós Nationales Schwimmstadion
H-1138 Budapest, Margaretheninsel (Margitsziget)
Telefon: +36 1 450 4240, +36 1

Das größte Wassersportzentrum Ungarns wurde nach den Plänen von Alfréd Hajós im Jahre 1930 auf der Margaretheninsel erbaut. (Das äußere Becken und die Anlage für Kunstspringen wurde anhand den Entwürfen von Pál Csonka im Jahre 1937 errichtet.) Die Sportanlage wurde 1958 um ein äußeres Übungsbecken, bzw. 2006 (in Verbindung mit den Europameisterschaften im Schwimmen) um ein äußeres 50-m-Becken, um einen Sprungturm und um ein 25×25-m-Becken erweitert.

Margaretheninsel – Budapests schönster Park

Die 2,5 km lange und 500 m breite Donauinsel ist nicht nur die schönste Grünanlage der Hauptstadt, sie ist außerdem sowohl geschichtlich als auch literarisch gesehen bedeutend. Die Insel erhielt ihren heutigen Namen nach der Tochter von Béla IV., Margarethe (Margit), der vom König an diesem Ort ein Kloster errichtet wurde. Der Park wurde in der Zeit von Palatin Joseph angelegt – der größte Baum, eine Platane, wurde nach dem großen Donau-Hochwasser von 1838 gesetzt. Die Parkanlage galt als beliebter Rastplatz der Dichter- und Schriftstellergeneration des 19. und 20. Jahrhunderts. János Arany, Gyula Krúdy, Sándor Bródy und Ferenc Molnár verbrachten an diesem Ort viele Jahre. Zu den frequentierten Sehenswürdigkeiten gehören die rekonstruierte Prämostratenserkirche, die Künstlerpromenade, der Rosengarten, der Musik-Springbrunnen und das Strandbad Palatinus.