Frigyes Karinthy

Frigyes Karinthy

Frigyes Karinthy

(1887-1938)
Schriftsteller, Dichter, Übersetzer

Frigyes Karinthy stammt aus einer jüdischen Familie, die schon vor seiner Geburt konvertiert hatte. Seine Mutter hatte er schon im frühen Alter verloren, und wurde mitsamt seinen fünf Geschwistern von seinem Vater erzogen. Mit 15 begann er zu publizieren. Sein eigenartiger Humor zeigte sich schon damals. Er studierte Mathematik, Physik, Geisteswissenschaften und auch Chirurgie und obwohl er es nie zu einem Diplom brachte, zeigte er für die Wissenschaften sein ganzes Leben lang reges Interesse. 1906 wurde er Mitarbeiter des Abendsblatts Az Újság, wo er eine legendäre Freundschaft mit Dezső Kosztolányi schloss. In den darauffolgenden Jahren erschienen seine Publikationen eine nach der anderen, durch seinen Parodienband So schreibt ihr (Így írtok ti) wurde er landesweit berühmt. Im Jahre 1914 heiratete er die Schauspielerin Etel Judik, die vier Jahre später an spanischer Grippe starb. Aus dieser ersten Ehe stammt sein Sohn, der Dichter Gábor Karinthy und aus der zweiten, die er 1920 mit Aranka Böhm geschlossen hatte, sein zweiter Sohn, der Schriftsteller Ferenc Karinthy. Im Jahre 1936 wurde bei ihm ein Gehirntumor diagnostiziert, der später in Stockholm behandelt und operiert wurde. Über seine Krankheit schrieb er das Buch Reise rund um mein Schädel (Utazás a koponyám körül). Frigyes Karinthy ist 1938 an Gehirnblutung gestorben.

Hadik Cafe

H-1111 Budapest, Bartók Béla Str. 36.
Telefon: +36 1 279 0290

Das Café Hadik galt als das legendäre Kaffeehaus der Zwanzigerjahre. Die berühmten Schriftsteller der Zeit wohnten alle unweit davon und verbrachten ihre Freizeit mit Vorliebe im Hadik, das vom Inhaber Adolf Kaiser nach der Kaserne in der Nähe so benannt wurde. Dort hatten Karinthy und Kosztolányi ihren eigenen Tisch, und Zsigmond Móricz kehrte ab und zu auch ein. (Trotz der Gerüchte, dass der Kaffee im Hadik ziemlich schlecht gewesen sein sollte.) Obwohl das Gebäude im zweiten Weltkrieg zerbombt wurde, ist es heute wieder in seinem alten Glanz zu besuchen. Im Hadik-Haus wurden zwei Räumlichkeiten eingerichtet: das klassische Café Hadik, welches mit seiner altmodischen Ausrichtung und seinem bürgerlichen Cafémilieu den legendären Vorgängern Ehre bezeigt; bzw. die Bar und Galerie Szatyor, welche die Bohème, die leichtlebige Künstlerwelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf eine progressivere und zeitgemäßere Weise neuinterpretiert.